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Manga Bell

Manga Bell

Manga Bell – Ein guter Deutscher

Kamerun, 1914: Rudolf Duala Manga Bell, nach seinem Vater und Großvater König des Stammes der Duala in Kamerun, spricht deutsch, er liest Goethe, Schiller und Lessing, er trägt elegante Herrenröcke und kennt das deutsche Rechtssystem, denn Kamerun gehört zu dieser Zeit als „Schutzgebiet“ zum Deutschen Reich. Ganz im Sinne Immanuel Kants wagt er es, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen. Das Wohlwollen der deutschen Kolonialbeamten angesichts seiner kulturellen Wissbegier schlägt in brutale Gewalt um, als sie entdecken, dass Manga Bell ihr Rechtssystem besser versteht und besser anwendet als sie. Um ihren Machtanspruch gegen seine fundierte juristische Argumentation zu behaupten, ermorden sie ihn und seinen engsten Mitarbeiter schließlich in einem Scheinprozess wegen „Hochverrats“ am Galgen. Bis zum heutigen Tag gibt es keine offizielle deutsche Stellungnahme zu diesem Justizmord.

Credits

Buch & Regie: Lisa Charlotte Friederich
Producer: Philipp Goeser
Produzent: Schiwago Film (Martin Lehwald, Marcos Kantis)

Produktionsjahr: 2023

Rukis erster Sommer

Rukis erster Sommer

Manga Bell

Kamerun, 1914: Rudolf Duala Manga Bell, nach seinem Vater und Großvater König des Stammes der Duala in Kamerun, spricht deutsch, er liest Goethe, Schiller und Lessing, er trägt elegante Herrenröcke und kennt das deutsche Rechtssystem, denn Kamerun gehört zu dieser Zeit als „Schutzgebiet“ zum Deutschen Reich. Ganz im Sinne Immanuel Kants wagt er es, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen. Das Wohlwollen der deutschen Kolonialbeamten angesichts seiner kulturellen Wissbegier schlägt in brutale Gewalt um, als sie entdecken, dass Manga Bell ihr Rechtssystem besser versteht und besser anwendet als sie. Um ihren Machtanspruch gegen seine fundierte juristische Argumentation zu behaupten, ermorden sie ihn und seinen engsten Mitarbeiter schließlich in einem Scheinprozess wegen „Hochverrats“ am Galgen. Bis zum heutigen Tag gibt es keine offizielle deutsche Stellungnahme zu diesem Justizmord.

Credits

Buch & Regie: Lisa Charlotte Friederich
Producer: Philipp Goeser
Produzent: Schiwago Film (Martin Lehwald, Marcos Kantis)

Atrocity Film

Atrocity Film

Atrocity Film

Auf der Suche nach einem geheimen Dokumentarfilm der SS über den Völkermord bereist „Atrocity Film“ Archive in Deutschland, Amerika und Russland sowie die Schauplätze des Holocausts in Osteuropa und befasst sich mit der heutigen Praxis der Nutzung von Filmmaterial über den Judenmord.

Mehr Informationen über das Projekt und die Hintergründe gibt es hier.

Eunuch

Eunuch

Eunuch

Wütend über die plötzliche Heirat ihres Liebhabers Mrinal, sieht Eunuch keinen anderen Ausweg, als ihn brutal zu ermorden. Wie auch sonst kann unerwiderte Liebe gerächt werden? Singend findet sie wieder zur Ruhe – bis ihr Geliebter in Form eines Phantoms zurückkehrt. Eine mysteriöse Reise zu jenem phantastischen Ort der Seele, in dem Schrecken und Schönheit nebeneinander existieren.

EUNUCH (25), eine Transgender-Frau, lebt in einem abgelegenen Küstendorf Indiens. Wie die meisten ihrer Art ist sie eine Ausgestoßene, die von Gesellschaft wie Familie gleichermaßen gemieden wird. Ihre Beziehung zu MRINAL (30), dem Erben einer mächtigen politischen Familie muss daher verheimlicht werden. Als Mrinal eine wohlhabende Frau aus einer hohen Kaste heiratet, akzeptiert Eunuch dies als ihr Schicksal und begnügt sich mit den heimlichen Rendezvous, die auch nach seiner Heirat weitergehen. Doch als die Beziehung zu seiner Familie enger wird, erkennt Eunuch, dass ihre Liebe Mrinal wenig bedeutet. Von Wut und Ablehnung überwältigt, bringt sie ihn auf brutale Weise um.
Sie macht sich auf den Weg nach Mumbai. SANDEEP (19), ein Freund aus dem Dorf, hilft ihr bei der Eingewöhnung. Nachdem sie sich dem Clan eines Kinnar-Gurus anschließt, begibt sie sich auf die Suche nach ihrer vermissten Schwester MALTI, die vor langer Zeit von dem bösen HARI (51) entführt wurde. Jegliche Hoffnungsschimmer sind jedoch nur von kurzer Dauer: Eunuch wird von der Frau, die sie für Malti hält, abgewiesen.
An diesem Punkt kehrt Mrinal in Form eines Geistes zurück. Unwillig, ihren Geliebten wieder zu verlieren, aber unfähig, seine Gegenwart zu ertragen, versucht sie, ihn mithilfe ihres Gesanges wieder zum Leben zu erwecken – und bricht zusammen. Im Kampf ums Überleben, muss sie seinen Geist austreiben – und mit ihm alles, was in der Vergangenheit begraben ist. Durch ihren Gesang kann sie die Tiefen eben jener dunklen Vergangenheit erforschen und den Weg zurück ins Leben finden. Zunächst singt sie für ihre eigene kleine Gemeinde, später für ein größeres Publikum. Für die Unsichtbaren, die Ausgestoßenen und die Benachteiligten, die wie sie selbst jeden Tag durch unsere Städte wandern. Eunuch wird zu einer beliebten Sängerin – aber wird sie ihre Freiheit im tiefsten Grunde ihres Herzens finden?

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EUNUCH (25), a transgender woman, lives in a remote coastal village in India. Like most of her kind, she is an outcast, shunned by society and family alike. Her relationship with MRINAL (30), the heir to a powerful political family, can therefore only exist behind a veil – a deadly secret. When Mrinal marries a wealthy woman from a high caste, Eunuch accepts this as her fate and is content with the clandestine trysts that continue even after his marriage. But as his bond with his family grows, Eunuch realises that their love means little to Mrinal. Overcome by anger and rejection, she kills him.

She makes her way to Mumbai. SANDEEP (19), a friend from the village, helps her settle in. She joins a clan of a Kinnar guru and goes in search of her missing sister MALTI, who was taken to the city long ago by HARI (51). The spark of hope is short-lived, however: Eunuch is rejected by the woman she believes to be Malti.

It is at this point that Mrinal returns. As a ghostly phantom. She sings to bring him back to life; he is her reason for living. Unwilling to lose him again, but unable to bear his presence because he reminds her of her misdeed, she collapses. To live, she must exorcise his spirit and all that is buried in her past. The reappearance of the evil Hari sets her on this path – to accept, admit and ask for forgiveness. She sings again; through singing she can explore the depths of her dark past and find the thread that connects her to life. At first she sings for her community, later for a larger crowd, for the invisible, the rejected and the deprived who, like herself, wander through our cities every day. Eunuch becomes a beloved singer but will she find her freedom in the deepest recesses of her heart?

Credits
Regie und Drehbuch: Udita Bhargava
Produzent: Martin Lehwald
Co-Produzenten: Eaux Vives Productions, Amour Fou
Producer: Stella Wejchert

Göggingen

Göggingen

Göggingen

Göggingen

Drehbuch: Christoph Silber, Dörte Franke, Martin Lehwald
Regie: Martin Lehwald

Ein emigrieter Deutscher kommt 1947 als Offizier der US-Armee zurück und wird mit der Aufsicht über das Entnazifizierungslager Göggingen beauftragt. Dort freundet er sich mit der Frau eines hohen Nazi-Chargen an, die ihn benutzt, um mit ihrem Mann zu flüchten.